OM Geschichte
Marseille Kosmopolitische Stadt
Der restaurierte, kosmopolitische Teil von Marseille beheimatet den einzigen französischen Klub, der die Stadt fest in seinen Bann gezogen hat : Olympique de Marseille, von allen kurz l’OM genannt. Von Griechen 600 v.Chr. gegründet, und somit die älteste Stadt in Frankreich, war Marseille mit ihrer Mittelmeer-exponierten Lage am Rhone-Auslauf ein begehrter Zielort für italienische, spanische, armenische, sowie nord und westafrikanischen Gemeinden.
Die Stadt ist ein wahrer Schmelztiegel, personifiziert durch ihren Vorzeigeverein und Tausende von Anhängern, die alle danach dürsten, den Erfolg von vor zehn Jahren zu wiederholen, als der Klub die Meisterschaft dominierte und der einzige französische Verein war, der den Pokal der europäischen Meistervereine gewinnen konnte. In schlechten Zeiten blieben die Anhänger stets loyal, und wenn eine Fangemeinde den denkbar größten Erfolg verdient, dann ist es Marseille.
Olympique de Marseille - Der Verein mit den meisten Titeln in Frankreich
Der erfolgreichste Verein Frankreichs ist wieder dort angelangt, wo er hingehört, in Europas Eliteklasse. OM hat ein denkwürdiges Jahrzehnt hinter sich, wie jedem bekannt sein dürfte. Von der Spitze Europas ging es bis in die Tiefen der Zweitklassigkeit. Tage, nachdem sie als erster französischer Verein den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb, das erste Finale der UEFA Champions League 1993, gewonnen hatten, flog ein Bestechungsskandal auf. Der damalige Vereinspräsident Tapie kam ins Gefängnis und der Mannschaft wurde nicht nur die Meisterschaft aberkannt, sondern sie musste auch in die zweite Liga zwangsabsteigen. Nachdem sie sich in den Neunzigern wieder hochgekämpft hatten, konnte sich OM wieder an Europas Elite herantasten. 1999 standen sie sogar im Finale des UEFA-Pokals und ein Jahr später machten sie mit einer guten Champions League-Saison auf sich aufmerksam. Mit Marseille kann man 2003/04 wieder rechnen in der UEFA Champions League.
Stadion Vélodrome
Kein anderes Stadion kann in Frankreich so eine Stimmung entfachen wie das bebende Stade Vélodrome. Mit den malerischen Bergen der Provence im Hintergrund wird in dem 60.000 Mann fassenden Stadion ein Feuerwerk abgebrannt, wie man es sonst nur von den Hexenkesseln aus Italien, Spanien oder Griechenland kennt. Zur FIFA-WM 1998 wurde es renoviert und so fanden dort die Gruppenspiele und die K.o. Runde bis zum Halbfinale statt. Das Vélodrome trägt die Mannschaft von Marseille bei den Wettkämpfen auf einer Welle der Begeisterung. Traditionell trifft sich die riesige Anhängerschar von Marseille auf zwei Tribünen : auf der Nord (Ray-Grassi) und und der Südtribüne (Chevalier-Roze). So findet man in dem so gut wie immer ausverkauften Haus fast niemanden, der neutral ist.
Geschichte
Die Gewinner des Amateur-Pokals aus den 20er Jahren spielten im winzigen Huveaune-Stadion, bis der aufstrebende Verein und die WM 1938 in Frankreich eine riesige Fußball und Radfahrarena verlangten : das Stade Vélodrome. Es entstanden zwei Haupttribünen, die Jean Bouin und die Ganay beide wurden nach großen Sportsmännern benannt, die hinter den Toren schüsselförmig sind. Das Vélodrome hatte ein so gutes Spielfeld wie jedes andere Stadion auch. Unter dem ehrgeizigen Präsidenten Marcel Leclerc wurde in den sechziger Jahren die Radbahn abgebaut, um das Stadion in eine feurige und brodelnde Fußball-Arena zu verwandeln. Zur UEFA-Europameisterschaft 1984 wurde das Stadion weiter aufpoliert. Unter Tapie installierte man VIP-Logen in der Jean Bouin-Tribüne, aber nach seinem Weggang wurde das Stadion für eine kompletten Renovierung geschlossen. Mit einem Fassungsvermögen von 60.000 Zuschauern, einem neuen Pressezentrum und insgesamt 32 Kilometer an Abstufungen entwickelte sich das Vélodrome zur perfekten Bühne der WM 1998. Mit dem Feuerwerk vor dem Spiel ist kein anderes Stadion in Frankreich so farbenfroh wie dieses.
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Olympique de Marseille / OM © XXC - Brigade Massalia
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